Kurzzeitig verdoppelt hatte sich am Pfingstwochenende die Einwohnerzahl in Fuchstal. Mehr als 4000 jugendliche Rockfans kamen an den zwei Tagen zum Kultfest der Fuchstaler Fußballer im Ascher Gewerbegebiet. Trotz des Sonntagnacht einsetzenden Unwetters mit kräftigem Platzregen verliefen die Veranstaltung und auch der Abbau weitgehend störungsfrei. Den Auftritt der Ulmer Band "Face" am Samstag erlebten 2600 Fans mit, vor zwei Jahren waren es allerdings noch 4000 gewesen. Lag dies an dem am gleichen Abend stattfindenden Pokalfinale in Berlin, hier hatten die Fuchstaler Fußballer zumindest für ihre Helfercrew zahlreiche Fernseher aufgestellt, oder daran, dass für "Face" bei ihrem nun vierten Auftritt in Fuchstal die "Luft etwas raus ist". Gehandicapt zeigte sich die Band zudem durch den Ausfall ihrer Leadsängerin Nicole, ansonsten bot man eine gewohntermaßen gekonnte und rockige Bühnenshow. Zahlreiche Besucher nannten deshalb auch den Auftritt von "One" am Sonntag als den Höhepunkt des Pfingstfestes. Ihre begeisterten Fans fand insbesondere Sängerin Simone Briehl, deren charmante Ansagen ihre schwäbische Herkunft nicht verborgen ließen. Die noch unbekanntere Coverband zog immerhin 1500 junge Leute in das Zelt. Dabei hatte es noch kurz nach 21 Uhr gleich doppelt "rabenschwarz" ausgesehen. Gerade fünf Autos am Parkplatz und ein nichts Gutes verheißender Himmel, aus dem sich dann auch ein heftiger Platzregen ergoss. Doch gewohntermaßen sind die Rockfeste keine Veranstaltung für Leute, die "mit den Hühnern" ins Bett gehen, und so setzt der Hauptstrom traditionell erst nach 22 Uhr ein. Den Erfolg sicherte wieder einmal der gute Zusammenhalt in der Abteilung, bei 155 Helfern gab es heuer weder am Einlass noch am Ausschank Warteschlangen. Offensichtlich hatte man gerade auch zu "Face" noch mit mehr Zustrom gerechnet, doch nach "fetten Jahren" müsse man auch mit mageren Zeiten rechnen, meinte Norbert Baumgartner, der seit einem Jahr mit den Vorbereitungen beschäftigt gewesen war. Bedenken gab es erst dagegen, mit dem Abbau des regenschweren Zeltes bereits wie geplant in der Nacht unmittelbar nach dem Veranstaltungsende zu beginnen. Lag es dann an der ungemütlichen Kälte oder an der großen Zahl an Helfern, die damit bereits 16 Stunden lang auf den Beinen waren, bereits gegen 10 Uhr präsentierte sich am Montag der Festplatz schon wieder weitgehend aufgeräumt.
